| S C O R P R O F I | Informationen zur Club-Rangliste |
Sind Masterpunkte und Clubpunkte ein Maßstab für die Stärke eines Bridgespielers?
Wenn Sie das glauben, dann schauen Sie mal in die Masterpunktliste 2004:
Sie finden dort auf Seite 4 Dirk Schroeder mit 4063 MP und Detlev von Gynz mit 3729 MP meilenweit vor Klaus Reps mit 1600 MP. Nichts gegen die früheren Erfolge der Vier- und Dreitausender - aber mit der heutigen Spielstärke hat dieses Zahlenverhältnis nichts zu tun.
Hier sind die Masterpunkte nur Geschichte.
Und zu wie vielen Punkten können wohl zwei gleich starke gute Spieler kommen, die zweimal wöchentlich ihre Clubturniere spielen - der eine in Bonn (393 Mitglieder laut Protokoll der DBV-Jahreshauptversammlung 2000), der andere in Dresden (22 Mitglieder)?
Die vielen süßen Punkte sind nur in den großen Clubs erreichbar.
Den Wert dieses Systems - es ist 1936 in Amerika entwickelt worden - hat unser Verband im Bridge-Magazin Heft 9/97 auf Seite 3 selbst dokumentiert. Dort liegen bei den EBL-Herren Helmut Häusler und Peter Splettstößer weit in Front; Georg Nippgen und Roland Rohowsky sind abgeschlagen. Bei den WBF-Herren ist die Rangfolge gerade umgekehrt. Was sagt das also über die Spielstärke aus? Doch nichts - nur etwas über das Bewertungssystem.
Deswegen wurden schon verschiedentlich Versuche unternommen, die Spielstärke mit anderen Maßstäben zu messen. Einen solchen Maßstab stellt SCORPROFI mit seinem Programmteil Club-Rangliste (BRIDGE-RANG) zur Verfügung. Es baut auf dem Ranglistensystem von Ralph Wickert in Bonn auf, verbessert aber die Bewertung des Zeitfaktors.
Ganz kurz:
Für die Einstufung werden berücksichtigt
der Turniererfolg
- gemessen daran, wie viel Prozent der erreichbaren Punkte gewonnen wurden
die Spielstärke des Teilnehmerfeldes
- je höher, desto wertvoller ist der Turniererfolg
die Spielstärke des Partners
- je höher, desto besser sollte der Turniererfolg sein
die Zeit, wie weit ein Ergebnis zurückliegt
- je weiter, desto weniger wirksam ist es
die Anzahl der gespielten Turniere
- aber nicht additiv durch Hinzuzählen, sondern so, dass die Erfolge eines Monats
danach gewogen werden, an wie vielen Turnieren der Spieler teilgenommen hat
(drei Turniere sind gewichtiger als nur eines)
Jeder Spieler hat eine Spielstärke-Messzahl SZ.
Jedes Turnier hat eine Turnierstärke-Messzahl TZ
- das ist der Durchschnitt der SZ der beteiligten Spieler.
Entsprechend der TZ und seinen erreichten Gewinnprozenten bekommt jeder Turnierteilnehmer
eine Erfolgszahl EZ
- so berücksichtigt BRIDGE-RANG dabei, dass Bridge ein Partnerspiel ist:
mit einem schwächeren Partner braucht ein Spieler weniger Gewinnprozente,
um zur gleichen EZ wie mit einem stärkeren Partner zu kommen.
Monatlich wird mit Hilfe aller erzielten EZ aus der bisherigen SZ die neue SZ errechnet.
Bewertet werden die Ergebnisse der letzten drei Jahre, abklingend entsprechend der Zeit, wie
lange sie zurück liegen.
So ist die SZ jedes Spielers immer ein aktueller Maßstab für seine Spielstärke. Und da nicht einfach Punkte zusammengezählt werden, hängt diese SZ nicht davon ab, wie oft er gespielt hat, sondern nur davon, wie gut er es tat.
Alle Informationen über das Scoreprogramm SCORPROFI mit Club-Rangliste finden Sie hier.
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